Bergampel Innsbruck

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Wia grechnet wird

Die Ampel ist eine Faustregel, kein Gutachten. Sie fasst zusammen, was im Lawinenlagebericht und in der Wetterprognose steht, und hält es gegen die Eigenschaften der Tour. Jede Bewertung ist auf der Tourenseite vollständig aufgeschlüsselt - es gibt keine versteckte Gewichtung.

Die Ampel

  • Lawinenlage: Maßgeblich ist die höchste Gefahrenstufe zwischen Ausgangspunkt und Gipfel. Stufe 3 setzt auf gelb, Stufe 4 und 5 auf rot.
  • Regionen: Der Tiroler Bericht ist in rund 40 Mikroregionen geteilt. Jede Tour ist der Region ihres Gipfels zugeordnet und wird nach deren Einschätzung bewertet. Fehlt eine Einschätzung für die Region, gilt die ungünstigste Tirols.
  • Lawinenprobleme: Trifft ein Problem die Hangrichtungen der Tour und liegt die Tour in seinem Höhenband, steigt die Ampel - ab Stufe 3 direkt auf rot.
  • Steilheit: Bei Stufe 2 sind Schlüsselstellen ab 40° gelb. Ab Stufe 3 sind sie ab 35° rot, ab 30° gelb - angelehnt an die Reduktionsmethode.
  • Wind: Ab 40 km/h gelb, ab 60 km/h rot (frischer Triebschnee).
  • Neuschnee: Ab 15 cm in 24 h gelb, ab 30 cm rot.

Die Ampel wird nur hochgestuft, nie herunter: Der ungünstigste Faktor entscheidet. Fehlt der Lagebericht, steht die Tour auf Unklar. Fehlt die Wetterprognose, wird vorsichtshalber hochgestuft.

Die Umkehrzeit

Gerechnet wird rückwärts vom letzten Bus am Ausgangspunkt: Abfahrt (mit Echtzeit-Verspätung, falls bekannt) minus Puffer minus Abstiegszeit ergibt die späteste Umkehrzeit. Dagegen steht die rechnerische Gipfelzeit: Ankunft mit dem Bus plus Aufstiegszeit. Bleibt keine Reserve, ist die Tour zu knapp.

Der Puffer ist standardmäßig 30 Minuten und auf der Startseite einstellbar. Die Gehzeiten sind Richtwerte ohne Pausen - wer langsamer geht, erhöht den Puffer.

Dunkelheit: Die Tourenseite nennt den Sonnenuntergang am Ausgangspunkt und warnt, wenn man rechnerisch erst danach zurück ist. Gerechnet wird mit freiem Horizont – im Tal und am Nordhang wird es früher finster. In die Umkehrzeit selbst geht das nicht ein.

Was belegt ist und was nicht

  • Belegt aus OpenStreetMap: Gipfelname, Gipfelhöhe und -lage, Haltestellen, Wege, Hütten, Seilbahnen.
  • Echte Busverbindungen: über Transitous, als Abzug für Beispieltage, auf den Planungstag übertragen.
  • Richtwerte ohne geprüfte Quelle: Hangrichtung, Steilheit und Gehzeiten der Touren - und genau sie gehen in die Ampel ein.

Hütten, Punkte und Bilder

  • Heute offen: aus den OSM-Öffnungszeiten, im Browser für den heutigen Tag ausgewertet. Freitext und ungewöhnliche Angaben ergeben „unklar“ statt einer Vermutung. Feiertage kennt die Auswertung nicht, und ohne Saisonangabe weiß OSM nichts von Winterpausen.
  • Bargeld: aus den OSM-Angaben zur Zahlungsart. Fehlen sie, empfiehlt die App Bargeld.
  • Markante Punkte: Sattel, Aussicht, Trinkwasser, Quellen, Unterstände, Wasserfälle und Gipfelkreuze im 500-m-Streifen um die Luftlinie Haltestelle–Gipfel. Das ist keine Route.
  • Fotos: nur frei lizenzierte Bilder von Wikimedia Commons, mit Urheber und Lizenz. Sie zeigen nicht die heutigen Verhältnisse.
  • Google Earth: Link und KML-Datei mit Haltestelle, Gipfel und Hütten. Ohne echte Aufzeichnung wird kein Verlauf gezeichnet – eine gerade Linie sähe in 3D wie eine Route aus.

Datenquellen

QuelleWofür
Lawinenwarndienst Tirol / EAWS (CAAMLv6)Gefahrenstufe, Lawinenprobleme, Hangrichtungen
GeoSphere Austria (AROME, Open Data)Wind, Neuschnee, Temperatur
Transitous (transitous.org)Busverbindungen zwischen Ausgangspunkt und Innsbruck
OpenStreetMapGipfel, Haltestellen, Wanderwege, Skitouren-Aufstiege, Rad- und MTB-Routen, Hütten mit Öffnungszeiten und Zahlungsarten, Seilbahnen, markante Punkte
Wikimedia Commons, WikipediaFotos rund um die Gipfel, Talbilder und -texte